Wilhelm-Hausenstein-Schule

Grund- und Hauptschule / Offene Ganztagesschule

Schülerbefreiung am „Schmutzigen“

Der „Schmutzige Donnerstag“ war auch in diesem Jahr der Höhepunkt des närrischen Treibens an der Wilhelm-Hausenstein-Schule Hornberg. Ungeduldig hatten die Schülerinnen und Schüler auf die Abordnungen der Narrenzunft, der Buchenbronner Hexen mit ihrer starken Hexenmusik und der Schlossberg Hexen gewartet.

Die Grundschulklassen folgten den Narren dann nur allzu gern, als es in einer Polonaise vom Altbau in den Neubau ging. Und auch hier ließen sich die Hauptschüler nicht lange bitten, kurzer Hand waren die Klassenzimmer geräumt und alle im Eingangsbereich versammelt.

Nach den jahrelangen Erfahrungen der Schulleitung und Lehrerschaft im Wettstreit mit den Narren um die Kinder war in diesem Jahr ein Lernzuwachs festzustellen. Noch nie in der Geschichte der Schülerbefreiung am „Schmutzigen“ durften die Lehrer die Schüler für weiteren Unterricht in der Schule behalten, Jahr für Jahr zogen die Narren triumphierend mit den glücklich befreiten Kindern von dannen.

In diesem Jahr hingegen staunte das Narrenvolk nicht schlecht, als die Rektorin gleich zu Beginn ohne jeglichen Widerstand die gesamte Schülerschar den Narren übergab.

„Nehmt die Kinder, lehrt sie weiter,
feiert Feste, froh und heiter,
habt nun Raum und Zeit dafür.

Wir hingegen euch verlassen,
woll’n an Fasnet nichts verpassen,
grüßen, danken allseits mit Gebühr.“

Mit diesen Worten zogen sich die Lehrer aus der Verantwortung des Unterrichtens und schauten gelassen dem närrischen Spektakel zu. Die Narren waren jedoch bestens gerüstet und verstanden es trefflich, mit allerlei lustigen Spielen die Zeit kurzweilig zu vertreiben, bevor sich nach der Stärkung der Schülerinnen und Schüler das Schulhaus wieder leerte.

I. Henke, Rektorin

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